KAPPADOKIEN

Kappadokien ist der Ort, wo Natur und Geschichte in voller Schönheit sich treffen. Während die geografische Ereignisse die Feenkamine entwickelten, meißelten die Menschen Wohnungen und Kirchen in diese Schlote, beschmückten diese mit Fresken und trugen die Kulturen von Tausender Jahren bis zu unserer Zeit.

 

Der Antike Autor Strabon in der Zeit des römischen Kaisers Augustus erläutert in seinem 17. Band Buch "Geographika" (Anatolien XII, XIII, XIV) die Grenzen von Kappadokien: im Süden der Taurus, im Westen Aksaray, im Osten Malatya und im Nordosten die Schwarzmeerküste. Das heutige Kappadokien umfasst das Gebiet der Provinzen Nevsehir, Aksaray, Nigde, Kayseri und Kirsehir.

Der noch engere Bereich besteht aus Avanos, Göreme, Ürgüp, Derinkuyu, Kaymakl?, Soganli und das Ihlaratal.

Die erste Ansiedlung in der Umgebung wird auf die Römer Zeiten datiert. Die vielen Höhlenkirchen, die in den Felsen eingemeißelten Häuser und die Feenkamine tragen die Mystik der Geschichte bis zum heutigen Tag.

Die in den Felsen eingemeißelte traditionellen Häuser und Taubenschläge zeigen die Originalität der Umgebung. Diese Häuser wurden im 19. Jahrhundert in die Hänge oder in den Felsen eingemeißelt oder aus geschnittenen Steinen gebaut. Das einzigartige architektonische Material der Region, der Tuffstein, ist aufgrund der vulkanischen Besonderheiten gut zu bearbeiten. Wenn die Steine gesägt wurden, sind sie noch weich, aber nachdem sie mit Luft in Verbindung kommen, werden sie hart und verwandeln sich in ein sehr gutes Baumaterial. Wegen der Reichhaltigkeit und leichten Bearbeitbarkeit des Materials, wurde in dieser Region originelle Steinbearbeitung und eine architektonische Tradition entwickelt. Das Material des Hofes und der Türen ist Tuffstein. Die Bogen der Türen sind mit Efeu- und Rosettenmotiven verziert. Die Taubenschläge in der Umgebung sind zu Ende des 18. und 19. Jahrhunderts gebaut worden.

 

 

 

 

 

Avanos ist eine Kreisstadt der Provinz Nev?ehir. Aus den Befunden, die bei Ausgrabungen im Dorf Topakl? in 1967 von italienischen Archäologen geführt wurden, hat man feststellen können, daß die Geschichte dieser Stadt zurück bis in die Bronze- und Eisenzeit reicht. Von einer Steintafel aus der Zeit der Assyrer, welches 1926 bei Ausgrabungen bei Boğazkale Hattuscha gefunden und vom Philologen Emile Forrer entschlüsselt werden konnte, fand man heraus, daß zu der Zeit die Menschen mit Hilfe von Steintafeln Nachrichten sandten und daß Avanos zur Zeit der Hittiter Zuwinasa genannt wurde. Bei Forschungen, die Michel Coindoz in diesem Gebiet unternommen hat, fand man heraus, daß Avanos zur Zeit der Assyrer Nenassa hieß. Aus dem Buch Geographie von Strabon wissen wir, daß nach dem Tod des Königs Arkhelaos (17 n.Chr.) der römische Senat beschlossen hat, dieses Gebiet als römische Provinz zu benennen. Der Name dieses Gebietes ist, nach byzantinischen Quellen zufolge, in frühchristlicher Zeit Venasa. Strabon weißt darauf hin, dass nach hellenischem Alphabet dieser Name Ouenasa geschrieben wird und dieses Gebiet durch den Ouenasa Zeus Tempel sehr bekannt war. Von anderen Städten in diesem Gebiet jedoch nennt er keine Namen. Demzufolge hatte sich die Stadt im Venasa Gebiet im späten Mittelalter entwickelt und wurde mit dem Namen des Gebietes benannt.

Die Häuser von Avanos

 

Im Jahr 1750 befanden sich in Avanos nur 56 Haushalte. Kurena Arif Beg, der zur Zeiten Sultan II. Abdülhamids lebte, trug für die Entwicklung dieses Ortes sehr viel bei. Ab der zweiten Hälfte des 18 Jh. sieht man wieder eine Entwicklung in Avanos. Es wurden wieder Häuser gebaut, die an den Außenwänden mit sehr schönen Reliefarbeiten versehen waren und in Innen mit Wandgemälden dekoriert sind. Eines dieser Häuser, daß zur Zeit der Ottomanen erbaut worden ist und uns bis heute erhalten blieb, wurde im Jahr 1872 erbaut und ist heute noch mit ihrer ganzen Schönheit zu besichtigen.

Die heutigen alten Häuser wurden auf die Höhlen der früheren Kulturen erbaut, die diese Höhlen als Wohnstätte benutzten. Heute arbeiten die meisten Einwohner von Avanos in der Touristenbranche, im Handel und im Handarbeit wie Töpfereien und Teppichknüpfen. Auch die Verarbeitung von Onyx ist sehr verbreitet. In Avanos befinden sich über 300 Töpfereien. Auch der Weinanbau ist in dieser Gegend sehr verbreitet. Aus den Trauben wird ein guter Tafelwein hergestellt. Heute zählt Avanos 15.900 Einwohner.

Töpfereien

 

Die Töpferei ist neben dem Weinanbau eine der ältesten Beschäftigungen in Avanos. In Anatolien begann die Handtöpferei in der neolithischen Zeit 7000 v.Chr. in Çatalhöyük, Provinz Konya. Die Assyrer, die aus Mesopotamien 2000 v.Chr. kamen, lehrten die Hittiter in Anatolien die Töpferei mit der Drehbank.

In Avanos werden noch heute die Töpfe in gleicherweise hergestellt. Diese Kunst wurde von Familie zu Familie, von Vater zu Sohn bis zum heutigen Tage weiter vererbt. In Avanos kann man überall Töpfereien und Geschäfte sehen, die diese Ware verkaufen.

Aus den Bergen um Avanos und vom alten Flußbett des K?z?l?rmak werden lockere und harte Erden gewonnen, die in speziellen Becken zu einem Gemisch verarbeitet wird. Die Drehbänke, die für die Töpferei benutzt werden, werden genau senkrecht aufgebaut, die darauf aufgebaute Drehscheibe ist meist noch aus Lehm und variabel aufsetzbar, je nach Größe der Objekte. Die hier angefertigten Töpfe werden später den Touristen in den Läden verkauft.

Die Töpferei ist mit dem Namen Avanos gleichgestellt. Auch die Verarbeitung von Onyx ist hier weit verbreitet. Mit seinen Töpfereien, dem Onyx und dem Teppichknüpfen ist Avanos damit ein Kulturzentrum Kappadokiens.

 

Zeichnungen des Hoteleigners:

 

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Postkarten:


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